Bad Sodener Köpfe - Tathros
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Narzissa Sirone, Veränderungen

“Ich war früher sehr stolz auf meine langen Haare. Vor zwei Jahren ist dann aber der sechs Monate alte Sohn meiner Schwester gestorben. Mein eigener Sohn war zu der Zeit gerade ein Jahr alt und mein Neffe war wie ein eigenes Kind für mich. Er wurde leider schon krank geboren und hatte keine längere Überlebenschance. Sechs Monate lang haben wir geweint, dann starb er.

Wenn Frauen Probleme haben, dann kaufen sie Schuhe oder verändern ihre Haare. Ich konnte mich nicht mehr im Spiegel sehen, weil ich ständig an das Kind denken musste. Also bin ich zum Friseur und habe gesagt ‘Haare ab’. Auf dem Friedhof in Bosnien habe ich mich dann später von meinem Neffen verabschiedet.”

Narzissa Sirone ist seit acht Jahren an der Käsetheke im REWE-Markt zu finden. In Bosnien geboren, kam sie um die Jahrtausendwende nach Bad Soden und lebt hier immer gut gelaunt mit ihrem Mann Giuseppe und Sohn Alessio.